Filmabend - verschoben

Unser Filmabend im Mai beginnt um 19:00. Gezeigt werden weitere  Kurzfilmen auf der Warteliste.

Gäste sind wie immer willkommen.


Dr. Allan Watson  Ottobrunn

Diese Webseite wurde vom

Grafikbüro - Creativium - Grünwald

am 6. August 2013 konzipiert.

Neuer Club-Leiter

Der Ottobrunner Filmclub wurde 16 Jahre lang von Dr. Dieter Brebeck geleitet bis dieser 2012 von einem schlimmen  Schicksalsschlag getroffen wurde der sein aktives Leben über Nacht in ein passives Dasein verwandelte. Bis zu seinemm Tod am 17. November 2018 lebte Dieter in einer Pflegestation wo seine einstige  sprichwörtliche Leidenschaft - das "Filmemachen" - ein jähes Ende gefunden hat. Auf der Mitgliederversammlung am 15. Januar 2013 wurde Rolf Rachor als sein Nachfolger zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Filme/ Archiv/ 2019 >   Bild ersetzt durch Video aus Vimeo, nach Abschluss der Austausches diese alten Anzeigen löschen.

It's never too late

Für einen Filmautor  ist es immer ein Alptraum, wenn sein Film zur Premiere nicht fertig wird. Marijan, selbst Filmautor, kennt diese Situation und gewährt dem Zuschauer mit diesem Kurzfilm, den er in Parlermo gedreht hat einen Blick in sein Seelenleben.

Marijan Gomboc, München, 6 Minuten

 

Lust auf Rotwand                                                                                    

Mit dem E-Mountain Bike von Fischbachau über den Elendsattel zum Spitzingsee, der Turbo machts möglich. Dann gehts 42 Kilometer runter nach Bayrisch Zell.

 

Waldemar Czauderna, Grasbrunn, 4 Minuten

 

Jambo Tanzania    (2)                                                      

 

Wir erleben eine Safarireise durch Tansania und sind hautnah dabei, wenn es um Tiere und die Erlebnisse des Autors geht.

 

Werner Zanzinger, Kirchheim, 29 Minuten

 

Nur ein Tanz ?                                                         

 

Seit 1517 gibt es einen tradtionellen Tanz in München. Den Tanz der Schäffler. Die Hintergründe werden dargelegt und am Schluß stellt sich die Frage: Handelt es sich hier wirklich nur um ein Tanz ??

Werner Zanzinger, Kirchheim, 14 Minuten

 

Revolution - 100 Jahre Freistaat Bayern

 

Videodokumentation eines Geschichtsvortrages von Markus Rinderspacher über die Revolution vor 100 Jahren, die Gründung des Bayrischen Freistaats und das tragische Schicksaal von Kurt Eisner. Der Vortrag fand am 100. Jahrestag, dem 6. August 2018 im Bürgerhaus Putzbrunn statt.

 

Rolf Rachor, Ottobrunn, 10 Minuten

 

 

ANMELDEFRIST

Wichtig!  

Die Anmeldefrist endet am Sonntag, den 2. Februar 2020

Filme auf Datenträger müssen bis spätestens Dienstag, den 4. Februar 22 Uhr beim Ottobrunner-Filmclub, Zaunkönigstr. 22, 85521 Ottobrunn eingehen.

 

 

 

FILMANMELDUNG

DATENTRÄGER

Mail:

mail@ottobrunner-filmclub.de

 


Der anzumeldende Film und 1-3 zugehörige Szenenbilder können auf 1 Datenträger übermittelt werden. Als Datenträger können USB Stick, SD Karte oder BluRay verwendet werden. (Von DVDs wird wegen der geringen Auflösung abgeraten.) 1 Datenträger sollte aus organisatorischen Gründen nur 1 Film enthalten. Sendet ein Autor 2 Filme in einer Postsendung so sollten beide Datenträger aus logistischen Gründen außerdem in jeweils eigene, beschriftete Umschlag gesteckt werden, weil sich die Wege der beiden Filme im Falle einer Weitermeldung zu anderen Wettbewerben i.d.R. trennen.

USB-Sticks werden nach Gebrauch an den Absender zurückgeschickt.

 

 

 

 

Amateur- und Hobbyfilmer aus Süd-Bayern können Filme online beim BDFA  anmelden sowie Filme und Szenenfotos hochladen.

 

Folgende Angaben werden hierfür benötigt:

 

1.) Name des Filmemachers, sowie an der Erstellung evtl. beteiligte Personen.

2.) Der Filmtitel

3.) Angabe der Kategorie (Dokumentation - Spielfilm - Naturfilm)

4.) Kurzbbeschreibung (Pressetext) des Filminhalts

5.) Ein bis 3 Szenenbilder zur Wahl (JPG oder PNG mit max.1 MB pro Bild)

6.) Filmlänge in Minuten angeben (Filme länger als 20 Min. bedürfen einer Begründung)

7.) Bildformat 16:9 oder 4:3 bis 4,7 GB

8.) Angabe urheberrechtlich geschützter Leistungen Dritter (z.B. Idee, Bild, Musik u.a.)

     die Festival-Organisatoren übernehmen keine Verantwortung i.S.d. DSGVO  gegenüber Dritten.

_______________________________________________________________________

 

Amateurfilmer, die nicht beim BDFA registriert sind und Unterstützung bei der Anmeldung benötigen können sich an den Ottobrunner-Filmclub  wenden, wir helfen weiter.

 

 

 

Anmeldebogen:

Nach Unterzeichnung durch einen Clubleiter  zusammen mit dem Film-Datenträger (1 Film) per Post an obige Anschrift senden.

Reiner Urban (Landshut)
1. Vorsitzender
Agi Fleischmann (Franken)
2. Vorsitzende und Juryreferentin

An den Wettbewerben kann grundsätzlich jeder nicht-kommerziell engagierte Amateurfilmer teilnehmen, also auch solche, die keinem Filmclub oder dem BDFA angehören. Während jedoch für die organisierten Filmemacher die Teilnahme am Wettbewerb kostenlos ist, verlangt der BDFA von den "Nicht-Mitgliedern" eine Startgebühr von 60,-  bzw. 40,-€ für Jugendliche bis 27 Jahre. Schüler müssen nichts bezahlen.

Die Filmmeldung erfolgt "online", wobei der Meldebogen mit den eingegeben Daten ausgedruckt werden muss und der jeweilige Clubleiter mit seiner  Unterschrift sein Einverständnis zur Wettbewerbsteilnahme dokumentiert. Wenn der ausrichtende Filmclub den gültigen Meldebogen und den Film fristgerecht erhalten hat, ist der Meldevorgang abgeschlossen. Die Filme selbst können auf einem fast beliebigen Datenträger verschickt werden, abhängig von der jeweils aktuellen  Ausstattung des Ausrichters.
Nach dem 21. Landesfilmfestival in Ottobrunn schrieb ein Teilnehmer:

 "Vielen Dank für die perfekte Organisation des Landesfilmfestivals in Ottobrunn. Mich hat das echt beeindruckt. Für mich war das heute ein sehr interessanter lehrreicher Tag. Mir wird immer klarer was ich mir zutrauen kann und wovon ich als Amateurfilmer besser die Finger lasse. Ganz ehrlich, der heutige Tag hat mir mehr gebracht als ich erwartet habe. Ich bin noch ganz beeindruckt wie professionell die Jury ihren Job gemacht hat."

 

 

Leitfaden für die online BDFA Filmanmeldung
BDFA-Meldebogen-Bedienungsanleitung.pdf
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Filmdiskusion

 

Die Gestaltung von Botschaften am Bsp. "Willi und das Wort" von Marijan

Ab 19:30 zeigen wir weitere Filme u.a. "Der Flüchtling" von Sigi Menzel

Moderation

Sigi Menzel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

It's never too late to join the

 

Pressemitteilung

 Ottobrunner Hobbyfilmer präsentieren wieder ihre besten Filme.

 

 Die Mitglieder des Ottobrunner Filmclubs haben im Vorjahr wieder viele Filme produziert und an den monatlichen Filmabenden in ihrem Filmclubs diskutiert. Am 25. April 2019 präsentiert der Club wieder seine besten Filme im Wolf-Ferrari-Haus der Öffentlichkeit. Beginn: 19:00, Einlass 18:00 Uhr. Welche Filme am besten beim Publikum ankommen werden, darüber entscheiden die Zuschauer. Auf dem Programm stehen zehn Filme. Die meisten sind Reisefilme, die über Reiseerlebnisse erzählen, wie beispielsweise im großen „Sandkasten Australiens“ oder was ein Münchener Arzt in Afrika erlebt hat  „Good Morning Uganda“.  Alle Filmautoren werden anwesend sein und in den Pausen selbstverständlich Fragen zu Filminhalten und zur Filmtechnik beantworten.

Anlage:

Fotos

Ursprungstext von W. Czauderna (20.05.2014)

Ansprechpartner für die Pressemitteilung

Rolf  Rachor Tel. 089 / 123 59 771

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

 

 

 Ach Du liebe Zeit, wo bist du denn geblieben?

Hast Du schon die Weihnachtskarten geschrieben?
Bis Weihnachten ist nicht mehr weit,
noch einige Tage, dann ist es wieder soweit.

Filme haben wir viele geseh'n,

jetzt sollten wir zum Feiern geh'n.

Wann denn fragte mich Marijan eben,

um 19 Uhr und bei Schnee halt etwas daneben.

 

Dieter Brebeck

 

 

Am 19.11.2018 um 18:26 schrieb Jimdo:

Hallo, du hast eine Nachricht über deine Jimdo-Seite https://www.ottobrunner-filmclub.de/kontakt/ erhalten:

 

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 Mein Name: Jürgen Brebeck

 

Meine E-Mail-Adresse: juergen.brebeck@gmx.de

 

Meine Nachricht: Hallo,

 

letztes Wochenende ist unser Vater und Opa Dr. Dieter Brebeck nach langer Krankheit gestorben. Am Samstag den 17.11.2018 ist er friedlich eingeschlafen.

 

Die Trauerfeier wird am Freitag den 23.11.2018 um 11 Uhr in der evangelischen Kreuz-Christi-Kirche in Höhenkirchen stattfinden – die Beisetzung im Anschluss auf dem Friedhof der Leonhardi-Kirche in Siegertsbrunn.

 

Bitte die Information gerne mit Freunden und Bekannten aus dem Filmclub teilen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

     Dr. Andrea Hartl u. Jürgen Brebeck mit Familien

 

 

 

 

 


Ein Neujahrsgruß an alle Hobby- & Amateurfilmer

Fotofgafen können auch Filme machen

Im Grunde bin ich ein Fotograf. Dem technischen Fortschritt im Foto- und Videobereich habe ich es zu verdanken, dass ich heute auch Filme machen kann. Den richtigen Blick auf ein Motiv habe ich als Fotograf trainiert, da macht mir ein Hobbyfilmer nichts vor. Eine Kamera mit Full-HD Videofunktion habe ich auch, der Rest ist Software. Auf meinem Weg in die Filmwelt haben mich die Ottobrunner Hobbyfilmer  motiviert und tatkräftig unterstützt. Falls auch Du mehr aus deinem Hobby machen möchtest, besuch uns doch mal. Am besten an einem Filmabend,  immer am letzten Dienstag eines Monats um 19:00 im Wolf-Ferrari-Haus.  Ich freue mich auf ein Gespräch unter Kollegen.

Karl Huber, Finsing (Fotograf und Hobbyfilmer)

 

 

INHALT
Inhalt Heft 3-2019.pdf
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Ältere Hefte hier

Der Alaskafilm

 Unser Alaskafilm wurde am 19. November 2019 zum zweiten mal präsentiert. Wenn sich genügend Interessenten melden werden wir diese Reisedoku von Claus und Claudia Becker auch noch ein 3. Mal zeigen, interessiert?

Anmeldung bei der VHS bis Dienstag, 19. 11. -  16:00 Uhr möglich, Klick hier!

Ottobrunner Filmclub geht in die Luft

Am Dienstag trafen sich einige Hobbyfilmer in Oberhaching zum ersten Outdoor-Drohnen- Meeting. Mit 4 Drohnen wurde das Activ Tracking und andere Flugmanöver trainiert. Hier zeigten sich schnell die Vorteile eines Clubs dessen Mitglieder sich gegenseitig unterstützen und weiter helfen.

Werner aus Kirchheim, Klaus aus Oberhaching und Rudolf aus Unterhaching machen ihre Drohnen startklar.

iPhotos: Rolf

 

Es gibt viele gute Gründe Filme in Teamwork zu erstellen. Statt mit 1 Kamera wird dann mit 2 oder 3 Kameras gefilmt. Dies gilt besonders für Videodokumentationen über Veranstaltungen. Weitere Gründe liegen im organisatorischen und videotechnischen Bereich, so z.B. der Auftritt, die Arbeitsteilung und die Sicherung der Takes. Technische Gründe sind der Perspektivenwechsel, alternative Bildeinstellungen, Inserts für den Cutter usw.

Für Edius Cutter und solche die es werden wollen moderiert Andreas mehrmals im Jahr "Edius Workshops". Wer mehr hierüber erfahren möchte fragt am besten.

Andreas Stoll 

Wer nicht wirbt - der stirbt !

Die Veranstaltung kann bei unserem Kooperationspartner (Vhs-SüdOst) im Vorverkauf unter der Nr. 04202 online oder telefonisch (089-442 389-0) für 3,00 €  gebucht werden.

An der Abendkasse gibt es Karten für 5,00 €, soweit freie Plätze vorhanden sind.

Schüler/ Jugendliche haben freien Eintritt.

                     Die Veranstaltung findet im Wolf-Ferrari-Haus, Rathausplatz 2                      85521 Ottobrunn statt.

                    

                     Öffnung der Abendkasse 18:30-50

 

                     Beginn 19:00

 

 

 

Wahrscheinlich Download in Vimeo gesperrt !!!

Ottobrunner Hobbyfilmer zeigen was sie können - 8.03.2016 -19 Uhr

Mein Wunsch fürs neue Jahr

Alle OFC Mitglieder sollten bemüht sein, neue (vorzugsweise jüngere) Hobbyfilmer für den OFC zu werben. Diesen Appell richte ich insbesondere an Mitglieder aus Ottobrunn und aus den Nachbar-gemeinden, denn der Club braucht dringend Vorstands-kandidaten mit einer bereits vorhandenen  Vernetzung zur Gemeinde Ottobrunn. Also fragt eure  Freunde, Kinder und Enkel immer wieder, ob sie nicht Lust haben, sich mit dem Filmen auseinanderzusetzen und sich mit einem der kreativsten und besonders nachhaltigen Hobbies zu beschäftigen. Wir würden sie nach besten Kräften unterstützen. Retten wir also gemeinsam den Ottobrunner Filmclub, er hat's verdient,

euer Clubleiter Rolf Rachor

24.12.2015

Hobbyfilmer

Wir freuen uns über jeden Besucher und jede Besucherin, der bzw. die sich bei uns umsehen möchte, um sich über den Club, seine Aktivitäten, seine Vernetzung und natürlich über seine Mitglieder und Filme ein Bild zu machen. Wir pflegen und fördern das Filmen vom Smartphone bis zur Drohne. Einfach vorbei schau'n und unverbindlich testen, ohne Anmeldung. Wir sind immer am letzten Dienstag eines Monats ab 19:00 Uhr im Wolf-Ferrari-Haus.

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http://www.lawbster.de/pressespiegel/ (15.11.2014)


Bei­träge in Zeit­schrif­ten und Zei­tun­gen sind immer dann urheberrechtlich geschützt, wenn es sich nicht bloß um eine nüch­terne Sach­dar­stel­lung (z.B. Pres­se­mel­dun­gen der Poli­zei) han­delt. Da bei Pres­se­ar­ti­keln also immer von einem urhe­ber­recht­li­chen Schutz aus­zu­ge­hen ist, dür­fen die Texte nur mit ent­spre­chen­der Ein­wil­li­gung ver­brei­tet wer­den. Eine Zustim­mung der Urhe­ber, bzw. der jewei­li­gen Ver­lage, ist erforderlich. Das Gesetz bie­tet in §49 UrhG aber eine Aus­nahme von der Vor­aus­set­zung einer Ein­wil­li­gung an. Für die Frage, wann diese Aus­nahme greift, muss zwi­schen der inter­nen Nut­zung und der exter­nen Nut­zung der Pres­se­ar­ti­kel unter­schie­den werden.

 

 

Arbeitsblatt "OFC-Intern"

Neues Wartelisten Handling hat sich bewährt

 

In den letzten Jahren wuchs die Zahl der Datenformate und neue Datenträger lösten das DV Band und die DVD ab. Diese Diversifizierung  führte zu Projektionsschwierigkeiten, die eine grundlegende Umstellung der Projektionstechnik erforderlich machte.  Heute werden alle neuen Filme rechtzeitig vor einem Filmabend auf einen Media Player kopiert und auf einwandfreie Lauffähigkeit geprüft. Das neue Verfahren  hat beim 21. Landesfilmfestival mit 46 Filmen seinen Härtetest bestanden. Die Umstellung ermöglichte ferner die anstehenden Filme auf unserer Website bekannt zu geben. Das Aufspielen der Filme auf den Media Player und deren Widergabe erfolgt durch das TViX Team.

 

 

Die Erinnerungen sterben zuletzt

Foto: 21. Landesfilmfestival in Ottobrunn
Johann Weber (Filmemacher und Juror)

 

Filmdramaturgie,

Bausteine und Wirkung

 

 

Ein Essay von Johann Weber

 

Vortrag im OFC am 10.07.2001, erweitert im Dez. 2013 und April 2014

 

Eine Geschichte erzählt sich selbst

Wer zum ersten Mal spricht:  Es war einmal......, der hat eine Auswahl getroffen, der hat aus einer Fülle von Gedanken eine Einzelheit herausgesondert, die ihm mitteilenswerter erschien als alle anderen.

In der Wendung - es war einmal - ist genau der Augenblick festgehalten, da die Wahl getroffen und alles weitere vorbestimmt ist.

Der Erzähler fährt fort:  Es waren einmal brave Leute im Lande, die unter der Willkür der Obrigkeit zu leiden hatten..... Ganze Welten des Möglichen sind damit aus dem Bereich der Geschichte ausgeschlossen. Die Geschichte handelt von Handwerkern und Bauern in einem oberbayerischen Dorf, also kann sie nicht mehr von vermögenden Städtern handeln.

Man hat sich an deren Lebensgrundlage vergriffen....  fährt der Erzähler fort und sofort beschattet sich der Weg der Geschichte mit Ungerechtigkeit und Menschenschicksal, hellt sich wieder auf mit Hoffnung auf Verbesserung der Verhältnisse.

Ein einziger Satz ist gesprochen und schon sind Licht, Stimmung und Stoffkreis der Geschichte festgelegt. Es gibt kein Entrinnen mehr, nur noch ein weiter auf dem vorgezeichneten Weg.

So also steht es mit dem Anfang.

Danach hält der Schöpfer eine Zeit inne, um zu erkennen, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt, um zu hören, wie sich die Geschichte selbst weiter erzählt. Denn von einem bestimmten Punkt an erzählt nämlich nicht mehr er oder sie die Geschichte, sondern die Geschichte erzählt sich von selbst.

Sobald einige Fakten festgelegt sind, lassen diese ihre Kräfte spielen. 

 

Dramaturgen im OFC

Jeder in diesem Kreis, der mit Gestaltung von Filmen beschäftigt ist, hat sich spätestens zu dem Zeitpunkt mit Filmdramaturgie auseinander gesetzt, als er mit seinem Resultat nach der Film- oder Videobearbeitung nicht zufrieden war. Manchmal ist dieser Zeitpunkt spät gewählt – aber immerhin:

 Der Film hat Längen, beispielsweise wegen Verliebtsein in das Material.

Die Geschichte läuft nicht flüssig - habe ich einen roten Faden?

Wie reagieren wohl die Zuschauer im Club, wenn ich mir selbst schon nicht sicher bin?

Der Partner meint, dass es irgendwie anders laufen müsste, aber wie wüsste er auch nicht so genau?

Der Partner hat Recht, denn er ist Zuschauer und der Zuschauer hat immer Recht - denn Filme werden ausschließlich für Zuschauer gemacht.

 

Was wird erklärt?

Wir werden zunächst die Begriffe Inhalt und Form klären, denn sie definieren den künstlerischen Schaffensprozess schlechthin.

 Die 6 großen „W“ der Dramaturgie:  Wer – Wo – Was – Wann – Wie – Warum, finden sich dann in den Bausteinen:

  • Szene
  • Antizipation
  • Charakterisierung
  • Ort
  • Bild- und Tondramaturgie
  • Zeit
  • Ursache, Motiv, Absicht, Konflikt, Ziel
  • Haupt- und Teilabsichten
  • Spannung oder gelenkte Phantasie
  • Vorwärtsbewegung
  • Verbindende Einheit
  • Musik im Film
  • Symbolik
  • Die eigene Art

 Die erklärenden Filmbeispiele stammen aus drei Produktionen:

„Nur ein Baum“ von Rudolf Kühnl, OFC

„Der Bierkrieg“ von Klaus Bichlmeier, OFC

„Coal River“ von Johann Weber, OFC

 

Inhalt und Form

Gemeinhin wird mit  Inhalt und Form  das  Was und Wie  eines Werkes bezeichnet. Das kann ein Gemälde, ein Musikstück, ein Photo oder eine Filmgeschichte sein. Mit der Form ist dann gemeint, die Art wie das Gemälde gemalt, ein Musikstück interpretiert, ein Photo aufgenommen, oder eine Filmgeschichte erzählt wird.

 Gefährlich! Der Gegensatz von Was und Wie darf nicht gleichgesetzt werden mit dem Gegensatz von Form und Inhalt.

 Zu klären ist Folgendes:

Inhalt und Form sind zwei Bausteine auf derselben Skala.

Denn einmal kann der Inhalt Form oder die Form Inhalt sein. Es kommt darauf an, von wo aus man die Dinge betrachtet.

Sie werden fragen:  Ist denn das so wichtig?  

Ja – denn ich muss mir erstens Klarheit über den Inhalt schaffen, damit ich zweitens die optimalen Faktoren für dessen Präsentation zusammen tragen kann.

 

Ich will Ihnen ein Beispiel geben:

Der Film von Rudolf Kühnl - Nur ein Baum - ist nach Inhalt und Form wie folgt zu interpretieren:

Inhalt ist der schützenswerte Baum, die Linde, denn sie ist Lebensgrundlage für uns Menschen.

Gestaltende Form ist dann der Lebensprozess des Baumes im Laufe der Jahreszeiten, der noch funktionierende Einklang von Tier- und Pflanzenwelt, dazu die Fülle von Informationen die Herr Kühnl im Jahreslauf des Baumes weitergibt.

Hätte Herr Kühnl einen Film geschaffen, wo sich unter der Linde eine Liebesgeschichte entwickelt, dann wäre der Baum Form und nicht mehr Inhalt. In diesem Fall Faktor zur Romantisierung der Geschichte.

Mit dieser eindeutigen Definition von Inhalt und Form wird der schöpferische Gestaltungsprozess erst sichtbar gemacht.

Ein weiteres Beispiel:

Der Film von Klaus Bichlmeier - Der Bierkrieg - hat zum Inhalt: Der Aufstand und Kampf der Bevölkerung in Sachen Bierpreis im Jahre 1910, gegen die Willkür der Obrigkeit in Bayern.

Form der Geschichte sind unterschiedliche Faktoren, wie die ersten Brauer, das Reinheitsgebot, der Biergarten, das Oktoberfest etc.

Wäre der Inhalt - Das Reinheitsgebot in Bayern -, so würde beispielsweise der Aufstand der Bierkonsumenten zum Faktor  Form  mit dem die Geschichte ihren Wert erhält, gestaltet und erzählt wird.

Verständlich, dass der Aufstand der Biertrinker in diesem Beispiel anders darzustellen wäre, als das in Klaus Bichlmeiers - Der Bierkrieg - der Fall ist.

Wie steht es nun mit dem Inhalt respektive der Form?

Film funktioniert über das Sinngebende seiner Bilder und dafür ist ausschließlich die Form zuständig.

Sagt man: Film ist nur Inhalt, denn er tut nichts anderes als die Wirklichkeit wieder zu geben!

So kommt man sogleich zu der Schlussfolgerung: Film ist nicht Kunst, denn er ist nicht Form!

Durch die vorausgegangene Definition von Inhalt und Form haben wir bewiesen, dass beide auf der Linie eines schöpferischen Gestaltungsprozesses entwickelt werden, dass von der primitivsten Auswahl des Grundthemas bis hinauf zur subtilsten und speziellsten Einzelheit ein Formungsprozess stattfindet.

 

Wer – Wo – Was – Wann – Wie – Warum

 

  1. Wer ist die Hauptfigur? Um wen dreht sich die Geschichte?
  2. Was ist der dramatische Sinn? Worum geht die Geschichte?
  3. Was ist die dramatische Konstellation? Welche Umstände sind mit der Handlung verbunden?

Die drei Punkte mögen für den Anfang eines Drehbuchs maßgebend sein. Bei einer Fülle von dramaturgischen Faktoren, die ineinander greifen, müssen wir zunächst selektieren um zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen.

 

Zu 1.

Wer die Hauptfigur ist, soll zwar nicht vernachlässigt werden, das kann ein Bauer, ein Student, ein Baum oder drei Abenteurer sein – uns interessiert das Handeln der Hauptfigur oder der Hauptfiguren in der Geschichte.

Zu 2.

Das bezeichnen wir als Inhalt der Geschichte.

 

Zu 3.

Das bezeichnen wir als Form der Geschichte.

 

Über die dramaturgischen Faktoren kann man sich Kenntnisse verschaffen, wie die Faktoren jedoch für die eigene Geschichte gehandhabt werden, dafür gibt es kein Rezept, dies ist eine Kombination, die sich jeder Autor für jede seiner Geschichten immer wieder neu ausdenken muss.

Die Bausteine der Dramaturgie sind wie eine Tonleiter, auf der für jede Geschichte anders gespielt wird.

 

Die Exposition

So wie Ihnen Personen oder Gegenstände im täglichen Umgang vorgestellt werden, so erhalten Sie von einem guten Autor grundsätzliche Informationen über Umstände, die mit der Filmhandlung verbunden sind.

 

Zum Beispiel:

Wer – Exposition der Hauptfigur

Wann – Exposition der Zeit

Wo – Exposition des Ortes

 

Der Film - Nur ein Baum - von Rudolf Kühnl präsentiert dem Zuschauer gleich in der ersten Szene mehrere Informationen:

Man sieht den kahlen Baum in der Frühlingssonne auf einer Anhöhe und der Kommentar:  Jetzt im März, wenn sich die blattlosen Äste gegen den Himmel abheben, kann man kaum ermessen, welche unglaublichen Leistungen dieser Baum im Verlauf eines Jahres erbringt....

Hier handelt es sich um dreierlei: Nämlich um eine hervorragende Exposition der Hauptfigur, der Zeit und des Ortes. Zugleich wird der Zuschauer angeregt, den Verlauf der Erzählung gedanklich vorzubereiten.

Der Zuschauer antizipiert sofort, dass ja auf die kalte Jahreszeit die warme und im Anschluss daran die weiteren Jahreszeiten folgen müssen. Er kann deshalb auf eine ausführliche Erklärung vom Übergang von Frühling auf Sommer verzichten. Die Aufnahmen von sattem Grün im Blattwerk regen den Zuschauer stärker an, als wenn der Autor vorher Elementarunterricht in Sachen Wechsel der Jahreszeiten erteilt hätte.

Allerdings wäre die Antizipation des Zuschauers dahin, wenn Herr Kühnl auf den Frühling den Winter würde folgen lassen: Plötzlich träte nämlich das Empfinden des Zuschauers auf der Stelle, sein Geist setzte sich hin und ruhte aus. Man spricht hier von einer Verzögerung der Vorwärtsbewegung. Bestenfalls hätte man den Winter in Form einer Rückblende behandeln dürfen, doch sie entspräche nicht dem vorgezeichneten Weg und hätte deshalb eine kontinuierliche Vorwärtsbewegung unterbrochen.

 

Die Szene

Der Film ist eine Geschichte von der manche Teile erzählt, andere Teile nicht erzählt werden. Die erzählten Ereignisse sind in den Szenen selbst enthalten, die nicht erzählten Ereignisse finden dazwischen statt.

Die nicht erzählten Ereignisse sind das Salz in der Geschichte, denn sie bewegen die Phantasie des Zuschauers, führen zu einer Schlussfolgerung, die eine Verbindung der erzählten zu den nicht erzählten Ereignissen herstellt.

Je mehr sich ein Zuschauer hinzudenken kann, desto größer ist seine Anteilnahme an der Geschichte. Je stärker seine Phantasie hin zur nicht erzählten Ebene angeregt wird, desto stärker ist der Eindruck dessen was er später erfährt.

 

Antizipation

Antizipation ist die Fähigkeit des Zuschauers, Ereignisse, die in der Zukunft liegen, vorherzusehen. Natürlich nur dann, wenn der Zuschauer zum geeigneten Zeitpunkt entsprechende Informationen erhält.

 

Ein Beispiel:

Wenn ein Publikum erfährt, dass ein Vater zur Brutalität neigt, so kann es antizipieren, dass sein Kind, das eine Fensterscheibe eingeschlagen hat,  verprügelt wird.

 

Charakterisierung

Eine Geschichte erzählt von Menschen und deren Handeln. Manche Zuschauer interessieren sich mehr für Menschen, d.h. für die Eigenschaften von Menschen, andere wiederum für deren Handeln, also für ihre Aktivitäten. Ein guter Autor wird sich zunächst eine gewisse Charakterisierung überlegen und erst dann entscheiden, durch welche Handlungen dieser Charakter zum Ausdruck kommen kann.

In unserem Fall, da wir keine Spielfilme produzieren, können wir die Sache etwas vereinfachen.

Charakterisierung kann auch sein, dass ich für die Streuung wichtiger Informationen Gegenstände oder Menschen auswähle, die sozusagen das Gesagte versinnbildlichen.

Dazu ein Beispiel: Einmal die Charakterisierung von Menschen durch deren Handeln, oder die Streuung einer Information durch die Charakterisierung Mensch.

Im Film - Der Bierkrieg - von Klaus Bichlmeier, nimmt man den handelnden Brauerburschen ab, dass sie etwas vom Reinheitsgebot und den herrschenden Verhältnissen verstehen.

Daneben gibt es noch die alte Dame.

Dieses Gesicht schreibt Geschichte. Mit ihrer Präsenz kann glaubhaft über den Bierkrieg und die damaligen Verhältnisse in Bayern erzählt werden. Sie ist ein Kraftfeld an Wahrhaftigkeit, verleiht damit der Szene die entsprechende Würde.

 

Der Ort

Die Freiheit, mit der Kamera überall hinwandern zu können, bedeutet somit auch eine Verpflichtung, nur die allerbeste Ortswahl zu treffen.

Es gilt zu beachten, dass jedem Ort, auch wie jeder Person, eine bestimmte Charakteristik anhaftet. Diese besonderen Eigenschaften eines Ortes lassen die dort stattfindenden Ereignisse in einem bestimmten Licht erscheinen. Folglich bedeutet eine richtige Ortswahl, dass dessen Charakteristika die Ereignisse verstärken; bei einer unpräzisen Ortswahl hingegen hat die Ortcharakteristika keinerlei Bezug zu den Ereignissen und eine falsche Wahl bedeutet schließlich, dass sie im Widerspruch zum Geschehen steht.

Hierzu ein Beispiel:

Im Film - Nur ein Baum - unterstreicht die Ortcharakteristika die Geschichte auf optimale Weise.

 

Mit dem freistehenden Baum auf einer Anhöhe kann man die Zeit seit dem Mittelalter ohne Probleme passieren lassen, man kann von Tillmann Riemenschneider erzählen, denn der Baum kennt den Mann und der Bildhauer kennt sein Holz.

Man kann von der letzten Eiszeit berichten, denn die schneebedeckten Berge am Horizont sind Zeugen davon, dass hier eine Eiszeit stattgefunden hat.

Hätte die Kamera die Linde auf einem Schulhof gezeigt, oder aufgenommen als Gruppe mit anderen Bäumen, so würde diese Charakteristika des Ortes lange nicht so optimal zu den erzählten Ereignissen passen.


Noch ein Beispiel:

Ein Vater weint um seinen Sohn, der nach einem Verkehrsunfall in einem Krankenhaus im Sterben liegt. Der Fahrer beging Unfallflucht.

Nun erfährt der Vater per Telefonanruf, dass sein Nachbar der Übeltäter war.

Die Ortswahl für die Übermittlung der Nachricht könnte sein: Ein Krankenhaus, das Bett des Kindes. Eine Polizeistation, wo die Daten gerade aufgenommen werden. Oder das Büro des Vaters.

Ein guter Autor  würde sich etwa folgendes einfallen lassen:

Der Vater erfährt, dass sein Nachbar der Fahrerflüchtige war –  die Kamera nimmt den Vater am Fenster seiner Wohnung über den Rücken mit Blick in den Nachbarsgarten auf. Der Vater sieht die spielenden Kinder des Nachbarn, während sein eigener Junge im Sterben liegt. Der Zuschauer assoziiert genau was in dem Mann vorgehen mag.

Ein weiterer, wertvoller Aspekt außer einer gut gewählten Charakteristika des Ortes wird hier deutlich: Indem der Vater von hinten aufgenommen ist, wird der Gefühlsausdruck im Gesicht des Mannes auf den Ort übertragen. Dadurch wird eine große Last vom Schauspieler genommen.

Ein Beispiel exzellenter Dramaturgie des Ortes und des Bildes.

 

Bild- und Tondramaturgie

Aus der Dichtkunst lässt sich ein sehr schönes Beispiel einfügen, wie Poesie als filmgerechte Darstellung ohne Änderung übernommen werden könnte. Hier die dritte Strophe aus einem Gedicht von Hugo von Hofmannsthal - Die Beiden -

                                   

                                    Jedoch wenn er aus ihrer Hand

                                    den leichten Becher nehmen sollte

                                    da war es beiden all zu schwer

                                    denn beide bebten sie so sehr

                                    dass keine Hand die andere fand

                                    und dunkler Wein am Boden rollte

 

Träger des Geschehens ist nicht der gewöhnliche Dialog - Ich liebe Dich -, die Kraft des Geschehens kommt hier aus dem Gehabe der Hände. Im Umfeld der Szene könnten sich noch  andere Personen befinden, denen das Paar ihre Zuneigung verheimlichen wollte. Sie vermeiden den gegenseitigen Blick, doch das Gehabe der Hände verrät die Zuneigung.

Auch hier wird die Last der Darsteller von der Mimik auf die Hände übertragen.

 

Im Film - Nur ein Baum - gibt es eine beispielhafte Szene mit der Maus: Die Feldmaus huscht um das Wurzelwerk des Baumes, während der Sprecher von der Gefahr eines herabstürzenden Greifvogels berichtet.

Die Szene ist mit dem Pfeifen eines Bussards unterlegt. Hier kommt der dramatische Effekt nicht vom Bild, sondern vom Ton. Hier wird die Tonuntermalung sichtbar gemacht.

Noch ein Beispiel. Im Liedtext von Reinhard Mey - Über den Wolken - wird ein Augenblick von Fernweh auf dem Gelände eines Flughafens besungen, der filmisches Potential in sich hat:

 

                                    In den Pfützen schwimmt Benzin

                                    Schimmernd wie ein Regenbogen

                                    Wolken spiegeln sich darin

                                    Ich wär´gerne mitgeflogen

 

Diese Wahl der Einstellung, unterlegt mit dem Startgeräusch einer Maschine, denn der Regenbogenschimmer eines Benzintropfens stellt zur Maschine die Verbindung her, zielt auf die bildkonforme Umwandlung eines Gefühls.

 

Die Zeit

Im Film spielt Gegenwart und Zukunft die wichtigere Rolle, während man sich für die Exposition der Vergangenheit der Rückblende bedient.

Die Gegenwart spielt in den einzelnen Szenen, es ist auch die reale Zeit die hier abläuft. Jede Handlung, die in der Gegenwart abläuft, ist auf die Zukunft ausgerichtet.

 

Wird eine Geschichte plausibel erzählt, so hat der Zuschauer keine Probleme mit Zeitsprüngen.

Zu Hilfe nimmt man sich dabei die Bausteine - Exposition der Zeit - oder Assoziierung der Zeit.

Wenn Herr Kühnl in seinem Film - Nur ein Baum - das Blattwerk von der Frühlingsblüte in sattes Grün übergehen lässt, so weiß der Zuschauer, dass gut zwei Monate vergangen sind.

Lässt Klaus Bichlmeier in seinem Film - Der Bierkrieg - die alte Dame von ihren Erlebnissen als Mädchen erzählen, so assoziiert der Zuschauer, dass die Ereignisse sich in der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts abgespielt haben müssen.

 

Mit dem Faktor – Zeit - lassen sich für den Film interessante Effekte erzielen:

Wenn beispielsweise ein Bote eine wichtige Nachricht zu erbringen hat, so wird er dies nicht vormittags zur Kaffeezeit tun, sondern er wird den Firmenchef nachts aus dem Bett läuten.

Die Gestapo klopft nicht Sonntags Nachmittag an die Türe der - Comedien Harmonists - sondern erscheint im Morgengrauen, wobei hier der Begriff - Grauen - bereits verbal untergebracht ist.

 

Ursache, Motiv, Absicht, Konflikt, Ziel

Bei Handlungen von Objekten sprechen wir von Ursachen, bei Handlungen von Menschen von Motiven.

Ein Handlungsmotiv führt zu einer Handlungsabsicht, respektive im Film zur Ausführung dieser Absicht.

Das Motiv kommt also stets vor der Absicht und die Absicht kommt vor dem Ziel.  Wobei im absichtlichen Handeln noch offen ist, ob das Ziel erreicht wird oder die Erreichung des Ziels vereitelt wird.

 

Drei Beispiele:

Eine Linde hat die Absicht im Frühjahr zu blühen, Ursache dafür sind die im Boden verfügbaren Wasserreserven und Mineralien. Ziel ist die Fortpflanzung des Baumes.

 

Eine Dreiergruppe hat die Absicht, den Coal River in Canada von seiner Quelle bis zur Mündung in den Liard River zu befahren. Motiv ist das Abenteuer in einer unberührten Natur fernab der Zivilisation. Ziel ist das Erreichen des Alaska Highways am Liard River.

Trifft die Absicht auf Schwierigkeiten, wird ein Konflikt ausgelöst - dieser Auslösemechanismus ist die wichtigste Funktion der Absicht.

 

Die Absicht ist also der einzige Konfliktauslöser und das einzige Element, das in die Zukunft führt. Wichtig für die  Dramaturgie dabei ist, dass die Absicht von Personen auf dasselbe Ziel ausgerichtet ist. Nur so entsteht Handlung, Konflikt, Auseinandersetzung.

Häufig ist das Ziel verschwommen, nicht klar definiert und der Autor mag sich verzweifelt fragen, weshalb für seine Figuren einfach keine dramatische Konstellation entstehen kann?

Motiv, Absicht und Ziel müssen in ihrer Intensität zu einander stehen. Wenn beispielsweise in Klaus Bichlmeiers - Der Bierkrieg - die Burschen in der niederbayerischen Ortschaft Dorfen der Willkür von Brauereien und Obrigkeit ein Ende bereiten wollen, dann ist es wenig effektiv, wenn sie versuchen mit einer Lichterkette ihr Ziel zu erreichen. Im Film werden einige Wirtshäuser abgefackelt.

 

Dergestalt muss auch der Konflikt in seiner Intensität dem der Absicht entsprechen.

Im - Coal River - trifft die Dreiergruppe auf heftiges Wildwasser, das in der Flussbeschreibung nicht vorkommt. Gäbe es deswegen einen Hubschraubereinsatz, entspräche dies einer Teilabsicht, die in ihrer Intensität stärker wäre als die Zielsetzung der Hauptabsicht. An dieser Stelle müsste dann Ende sein, denn für das eigentliche Ziel, den Alaska Highway über den Verlauf des Flusses zu erreichen, interessierte sich nun keiner mehr. Oder der Hubschraubereinsatz käme unmittelbar vor dem Erreichen des angekündigten Zieles.

 

Haupt- und Teilabsichten

Sie werden jetzt fragen: Nun gut, jetzt habe ich ein Motiv, eine Absicht und ein Ziel - was aber mache ich dazwischen?

Einigen wir uns darauf, dass wir die zuvor erwähnte Absicht Hauptabsicht nennen.

 

Die Hauptabsicht ist unter vielen Absichten diejenige, von der die Geschichte erzählen will, sie ist auf den Inhalt ausgerichtet und deshalb eine der wichtigsten dramatischen Faktoren der Form. Damit ist strikt vorgegeben, was ein Film erzählen will. Deshalb nur eine Hauptabsicht.

Eine Bergsteigergruppe, die beabsichtigt den Mt. Everest zu besteigen, kann nicht nebenbei auf den K2 oder den Nanga Parbat wollen.

Also: Wenn wir die Hauptabsicht verwirklichen wollen, benötigen wir eine Reihe untergeordneter Teilabsichten.

Die Bergsteigergruppe landet in Katmandu, Hauptabsicht ist der Mt. Everest, Teilabsichten sind zunächst der Khumbugletscher, dann Lager 1, 2 und 3, bis das Ziel, der Mt. Everest erreicht ist.

Bei der Teilabsicht ist es wie bei der Hauptabsicht, das Ziel der Teilabsicht kann erreicht oder vereitelt werden.

Selbstverständlich hat jede Teilabsicht auch ihr Motiv. Das Motiv, das der Teilabsicht vorausgeht, ist stets schwächer als das Hauptmotiv der Geschichte.

Haben wir uns erst mal für eine Hauptabsicht entschieden, müssen alle anderen Teilabsichten unter dem Gesichtspunkt ausgewählt werden, ob sie die Hauptabsicht beim Erreichen des Ziels unterstützen können. Ist dies der Fall, erhalten sie den Status von Teilabsichten und Hilfszielen. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um Hauptabsichten und Hauptziele, die nicht verwendet werden dürfen.

 

Spannung ist gelenkte Phantasie

Misslingt ein Film in irgendeiner Form, so wird dies meist auf fehlende Spannung zurückgeführt. Mangelt es an durchdachtem, dramatischem Aufbau, ist die Geschichte langweilig und der Handlungsablauf konfus. Also lautet der gut gemeinte Ratschlag: - es fehlt noch ein Schuss Spannung -.

Spannung ist nur ein sekundärer Effekt, der mit Hilfe anderer dramatischer Elemente erzielt wird.

Deshalb zählt Spannung nicht zu den eigentlichen Erzählelementen, sondern ist eine Reaktion des Zuschauers auf das Erzählte.

Wird behauptet eine Geschichte sei nicht spannend, so bedeutet dies, dass kein Gefühl der Spannung aufkommt.

Grundlage der Spannung sind Absicht und Ziel. Beim Zuschauer müssen Zweifel entstehen ob das beabsichtigte Ziel auch erreicht wird. Die Absicht muss auf Schwierigkeiten stoßen, erst dann entsteht Spannung.

 

Es werden erstaunlich viele Wege beschritten, doch es gibt nur diesen einen:

 

Spannung entsteht, wenn der Zuschauer weiß, dass möglicherweise das beabsichtigte Ziel vereitelt wird, er darf nur nicht wissen wie es vereitelt wird. Ich muss deshalb dem Zuschauer zum geeigneten Zeitpunkt die Information geben, damit er diesen Umstand antizipieren kann.

Dennoch gilt – wie bei Motiv, Absicht und Ziel – das Kräfteverhältnis muss ausgewogen sein. Die Intensität die Absicht zu vereiteln, darf nicht größer sein, als die Intensität das Ziel zu erreichen. Auf diese Weise entsteht Spannung wie zwischen den beiden Polen Plus und Minus.

 

Die Vorwärtsbewegung

Der Film hat Längen – ist ein oft zu hörendes Urteil. Mit Recht legen deshalb Autoren großen Wert auf die Vorwärtsbewegung. Die Vorwärtsbewegung ist ein Phänomen, das mit der Entdeckung der Filmform entstanden ist.

Einige Filmemacher versuchen das Filmtempo durch Kürzen am Schneidetisch zu lösen, oft leidet nur die Verständlichkeit der Handlung darunter.

Nicht das Bild oder die Szene bewegt sich langsam, sondern das Denken und Empfinden der Zuschauer bewegt sich schneller als das der Erzählung.

Ein Beispiel:

Die Wege in einem Park sind schön rechtwinklig vom Gartenbauarchitekten angelegt. Und was machen Spaziergänger und Radfahrer? – Sie kürzen ab!

Dabei entstehen die 45° Trampelpfade für schnellere Vorwärtsbewegung.

Die 45°-Denke des Zuschauers eilt der rechtwinkeligen Erzählung des Filmemachers voraus. Der Geist des Zuschauers setzt sich also hin und wartet, bis ihn die Handlung wieder eingeholt hat.

Der Zuschauer antizipiert den Fortlauf der Handlung sowohl vom Inhalt her, als auch vom Rhythmus der Zeit beeinflusst, an den er sich entsprechend der vorausgegangenen Szenen gewohnt hat.

Eine Behinderung der Vorwärtsbewegung vom Inhalt her ist der Fall, wenn der Zuschauer durch Antizipation oder entsprechende Information eine Szenenfolge erwartet, der Autor jedoch eine andere Szene präsentiert, die aus einer anderen Erzählebene stammt.

Beispielsweise, wenn in - Nur ein Baum - plötzlich der Brennwert von Buchenholz für Holzöfen aus der Perspektive eines Holzhändlers zum Gegenstand der Erzählung werden würde.

 

Verbindende Elemente

Die Form des Films ist keine ununterbrochene Einheit, sie ist vielmehr eine Ansammlung von einzelnen Blöcken, die sich jeweils aus Szenen und Einstellungen zusammensetzen.

Dieses Gesamtgebilde neigt nun dazu, in die einzelnen Blöcke zu zerfallen, so dass Brüche in der Kontinuität der Geschichte entstehen.

 

Um diese Bruchstellen zu überdecken, muss nach entsprechenden Verbindungselementen in der Geschichte gesucht werden. Schlagen diese Elemente eine Brücke über die aus technischen Gründen unvermeidlichen Bruchstellen, so ist die gewünschte Verbindung hergestellt.

Hierzu gibt es folgende Empfehlung:

Vergleichen wir das Hauptziel unserer Geschichte mit einem starken Magneten.

Um zu verhindern, dass die Anziehungskraft durch die zunächst große Entfernung der Hauptabsicht geschwächt wird, können wir, um die Aufmerksamkeit voranzutreiben, kleinere Magnete entlang der Wegstrecke aufstellen.

Diese kleineren Magnete entlang der Wegstrecke sind unsere Hilfsziele. Da es sich um Ziele handelt, können sie vom Zuschauer antizipiert werden und sobald sie antizipiert sind, bewirken sie eine Vorwärtsbewegung. Diese Hilfsziele unterstützen die Vorwärtsbewegung solange, bis das Hauptziel schließlich stark genug ist und den Zuschauer alleine für sich gewinnen kann.

Taucht hingegen über längere Zeit kein Hilfsziel auf, erlahmt die Vorwärtsbewegung. Grundlegendes Prinzip ist also, dass die Antizipation eines Hilfsziels die Vorwärtsbewegung bewirkt und nicht etwa schneller Schnitt, lebendige Dialoge, pfiffige Kommentare, oder gar aufregende Musik etc..

 

Zwei Beispiele:

Im Film - Nur ein Baum -, bestehen die Hilfsziele aus den 4 Jahreszeiten, die in gleichmäßigen Zeitabfolgen erreicht werden. Ein Hauptziel gibt es in diesem Film nicht, denn es handelt sich um eine deskriptive Geschichte und nicht um eine dramatische, bei der ein Konflikt als Störung der Handlung vorausgesetzt wird.

 

Die Filme – Der Bierkrieg und Coal River – bestehen aus sämtlichen, zuvor beschriebenen Faktoren, nachfolgend eine Auswahl zum Beispiel Coal River:

 

 

Motiv:             Das Abenteuer in einer unberührten Natur, fern der Zivilisation

Hauptabsicht:  Den Coal River in Canada von seiner Quelle bis zur Mündung in den Liard River zu befahren.

Ziel:                Erreichen des Alaska Highways am Liard River.

Konflikt:          Überraschende Konfrontation mit Wildwasserstrecken, mangels exakter Flussbeschreibung oder die natürliche Veränderung des Flussbettes.

Hilfsziele:        Erlebnisse auf dem Weg – das Überleben in wilder Natur - Überraschung durch geologische Besonderheiten dieser außergewöhnlichen Landschaft.

Teilabsicht:      Erreichen der Hilfsziele

                      

Sowohl die Hauptabsicht als auch die Teilabsichten werden zwar nicht vereitelt, dennoch auf eine harte Probe gestellt. Der Film entwickelt sich dergestalt, dass der Zuschauer entsprechend der Szenenabfolge und vorausgehender Informationen antizipiert, dass sich das Abenteuer auf dem Fluss anders entwickelt als zu Beginn vorgesehen, er weiß nur noch nicht wie. Die dramaturgischen Bausteine wurden hier geschickt platziert, auf diese Weise entsteht Anteilnahme - oder eben Spannung.  

 

Musik im Film

Neben der dramaturgischen Wirkung des O-Tones, wie bereits beschrieben, ist Musik ausschließlich Emotionsträger. Musik ist generell bei der Herstellung eines Filmes nicht mit berücksichtigt, kommt also später als Aufguss mit hinzu. Deshalb ist es auch nicht möglich, dramaturgische Fehler im Ablauf der Geschichte später mit geeigneter Musik auszugleichen. Allerdings lässt sich der Eindruck in Szenenabläufen mit Musik intensivieren, oder die Aussage verstärken, wenn das Bild zu wenig davon hergibt. Die Musikpalette ist reichhaltig bestückt, schon deshalb muss hier die Auswahl besonders sorgfältig getroffen werden.

 

Symbolik

Eine Geschichte in Bildern erhält zusätzliche Kraft durch eingebaute Symbole.

Kultur, Eleganz, Souveränität, Macht, Neigungen - fast alle Lebensbereiche können in ihrer Wirkung durch Symbole verstärkt werden.

Die alte Dame in Klaus Bichlmeiers - Der Bierkrieg - ist nicht nur Zeitzeugin, sondern auch ein Symbol an Wahrhaftigkeit, Bodenständigkeit, noch ausgestattet mit jener Eleganz der frühen Jahre. 

Dabei sind Symbole nicht aufdringlich, man darf über Symbolik nicht stolpern wie beispielsweise in russischen Filmen der Zwanziger (Sergej Eisenstein): - Treiben von Rindern in den Schlachthof, überblendet auf Arbeiter in eine Fabrik drängend.

Gute Symbolik wirkt wie ein wahrnehmbares Leuchtfeuer am Horizont. Es gibt kein Archiv dafür, jeder Filmer muss sich seine Symbole selbst erfinden.

 

Die eigene Art

Eine Geschichte wirkt wahrhaftiger, wenn sie durch die eigene Art des Autors persönlicher wird, wenn sein eigener Standpunkt, gleich der Symbolik, als unaufdringliches Flackern den Horizont erhellt. Es gibt eine Reihe von Autoren im OFC, die keine Probleme damit haben, mit unaufdringlicher Präsenz der eigenen Art, die Geschichte gehaltvoller zu machen.

Freilich gibt es eine Handvoll großer Schauspieler, die als Regisseure noch hervorragender sind, die durch starke Präsenz ihrer Persönlichkeit den gedrehten Filmen Unsterblichkeit verliehen haben. Ich denke da an Robert Redford und Clint Eastwood und die unvergesslichen Filme wie Milagro - der Krieg im Bohnenfeld und Gran Torino.

Die Welt aus behüteter Distanz betrachtet ist langweilig und wenig ergiebig.

Besser also ist:  mittendrin als nur dabei!

Die Ausnahme: Autoren, die für Fernsehanstalten arbeiten, müssen sich in punkto

- eigene Art - zurückhalten - sie dürfen nicht, denn nicht der eigene Standpunkt ist gefragt, sondern 100% Neutralität als Voraussetzung damit das Werk abgenommen wird. Wer kennt sie nicht, die ständigen Interviews in einer Story, anstelle des eigenen Standpunktes, das seichte Abgleiten in verfilmte Sprechblasen.  

 

Wer beschäftigt sich mit Dramaturgie?

Jene brauchen sich nicht mit Dramaturgie zu beschäftigen, die das Handwerk aus dem Bauch heraus beherrschen, denen Dramaturgie zur zweiten Natur geworden ist – solche Filmemacher sind genial und äußerst selten.

Selbst Filmgrößen wie Billy Wilder und John Husten haben Schubladenproduktionen abgeliefert. 

Jene beschäftigen sich nicht mit Dramaturgie, die Probleme bezüglich des Verstehens der Einfachheit halber auf den Zuschauer abladen und ihrem Publikum mangelnden Intellekt vorwerfen.

Noch einmal für alle, die sich intensiver als bisher mit Dramaturgie beschäftigen wollen: Über die dramaturgischen Faktoren kann man sich Kenntnisse verschaffen - wie die Faktoren jedoch für die eigene Geschichte gehandhabt werden, dafür gibt es kein Rezept, dies ist eine Kombination, die sich jeder Autor für jede seiner Geschichten immer wieder neu ausdenken muss.

Die Bausteine der Dramaturgie sind wie eine Tonleiter, auf der für jede Geschichte anders gespielt wird.

Und noch etwas: Film ist nicht einfache Illustration von Vorgängen, sondern das Geschehen dringt ausschließlich aus dem Sichtbarwerdenden. Ja – das Sinngebende der Bilder ist es, das einen Film ausmacht – es muss nichts zu tun haben mit Wahrscheinlichkeit oder gar Wirklichkeitstreue.

 

Johann Weber, Tutzing im April 2014

 

 

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Literaturhinweis:

Eugen Vale        - Die Kunst des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen -

Gustav Künstler - Der Film als Erlebnis -

Rudolf Arnheim  - Film als Kunst -

 

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Dieses Manuskript ist am 1.03.2015 in der aktuellen Fassung erschienen.

Johann Weber: Filmdramaturgie - Bausteine und Wirkung
Ein Essay von Johann Weber
Vortrag im OFC am 10.07.2001, erweitert im Dez. 2013
Eine Geschichte erzählt sich selbst
Filmdramaturgie.pdf
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Filmkritik

Bewertung der Inhalte

28.02.2014

 

Inhalt und Form

Inhalt: Was ist der dramatische Sinn? Worum geht die Geschichte?

Form: Was ist die dramatische Konstellation, welche Umstände sind mit der Handlung verbunden.

Gestaltung der Form mit Hilfe der Technik kann sein: Aussergewöhnlicher Schnitt, aufregende Atmo oder Musik, übertriebene Tonaussteuerung, Farbkorrektur des Bildes.

Ist gestaltende Technik als Form nicht erkennbar, so handelt es sich handwerkliche Fehler, die nicht spezifisch, sondern pauschal mit Abstrichen  zu bewerten sind – denn: Von einem Werk auf Festivalniveau darf man erwarten, dass der Autor sein Handwerk beherrscht. Es kann nicht Aufgabe der Jury sein, neben der Story, über die Qualität von Schnitt, und Ton etc. zu befinden.

 

Der Anfang

Sind mit den ersten Szenen Licht, Stimmung und Stoffkreis festgelegt? Ist der Zuschauer baldmöglichst im Bilde wohin die Reise geht? Lassen die ersten Szenen der Geschichte bereits ihre Kräfte spielen, um sich dann auf dem vorgezeichneten Weg weiter zu entwickeln?

Ein Filmtitel ist noch keine Inhaltsinformation. Was sich abspielt soll schon in den ersten Szenen anklingen oder eleganter, Streuen von Information durch Assoziation.

 

Die Exposition

Streut der Autor grundsätzliche Informationen über Umstände, die mit der Handlung verbunden sind?

 

Die Szene

Die erzählten Ereignisse sind in den Szenen selbst enthalten, die nicht erzählten finden dazwischen statt.

Die nicht erzählten Ereignisse sind das Salz in der Geschichte, denn sie beflügeln die Phantasie des Zuschauers. Gelingt es dem Autor durch gelenkte Phantasie oder Schlussfolgerung eine Verbindung der erzählten zu den nicht erzählten Ereignissen herzustellen?

 

Antizipation

Gelingt es dem Autor Informationen zu streuen, die den Zuschauer durch Antizipation befähigen, bestimmte Ereignisse vorherzusehen?

 

Charakterisierung

Fast alle Geschichten erzählen von Menschen und deren Handeln. Kommt die Charakterisierung eines Menschen durch dessen Handeln zum Ausdruck? Oder wählt der Autor für die Streuung wichtiger Informationen Menschen oder Gegenstände aus, die sozusagen das Gesagte versinnbildlichen?

Steht die Charakterisierung des gewählten Ortes in Bezug zu den Ereignissen, oder steht sie im Widerspruch zum Geschehen?

 

Bild- und Tondramaturgie

Wurde Charakterisierung durch geschickten Einsatz von Musik oder O-Ton erreicht?

 

 

Die Zeit

Ist die Geschichte plausibel erzählt, so dass der Zuschauer kein Problem mit Zeitsprüngen hat? Werden Zeitsprünge durch Exposition der Zeit (Frühlingsgrün) oder Assoziierung der Zeit überwunden?

 

Ursache, Motiv, Absicht, Konflikt, Ziel

Bei Handlung von Objekten gehen Ursachen voraus, bei Handlung von Menschen sind es Motive. Ist die Handlungsachse vom Autor dergestalt definiert, dass die genannten Parameter in sich und in ihrer Intensität zueinander passen?  

 

Haupt- und Teilabsichten

Wer eine Hauptabsicht erreichen oder vereiteln will, braucht untergeordnete Teilabsichten. Gibt es im Film Teilabsichten, welche die Hauptabsicht beeinflussen?

 

Spannung

Erfährt der Zuschauer, dass das angestrebte Ziel möglicherweise vereitelt wird? Gibt es zum geeigneten Zeitpunkt die Information, dass er diesen Umstand antizipieren kann?

 

Die Vorwärtsbewegung

Geht die Denke des Zuschauers konform mit der Handlung? Oder eilt seine Denke durch verlangsamte Vorwärtsbewegung der Handlung voraus? Kann der Zuschauer durch Information oder Antizipation eine bestimmte Szenenfolge erwarten und trifft sie dann auch ein? Gibt es Hilfsziele, die der Zuschauer antizipieren kann und damit eine Vorwärtsbewegung seiner Denke auslösen?

 

Allegorie, Metapher, Symbolik

Erhält die Geschichte Kraft durch eingebaute Symbole? Werden dargestellte Eigenschaften wie Kultur, Eleganz, Souveränität, Macht oder Neigungen durch aussagekräftige Symbole unterstützt?

 

Die eigene Art

Brilliert der Streifen zusätzlich durch die erkennbar, eigene Art des Autors? Oder wird eher der Versuch sichtbar, den Film nach den bekannten Kriterien einer Fernsehanstalt zu gestalten?

 

 

Johann Weber, Tutzing 28.02.2014

Schau doch einfach mal vorbei!

Wir machen Filme selber  (zurück a.d.Startseite)

Filme machen ist eine äußerst anspruchsvolle Freizeitbe-schäftigung, die den Blick auf das Wesentliche schärft.

Filme bewahren Erinnerungen an schöne Erlebnisse und spannende Ereignisse, sie dokumentieren Interessantes oder erzählen eine schöne, eine spannende oder eine nachdenkliche Geschichte.

Filmmontage ist Handwerk und Kunst zugleich, das Produkt eine Komposition aus Bild und Ton, gestaltet nach filmtechnischen und dramaturgischen Regeln.

Filme mit anderen teilen, in der Familie, im Freundeskreis, mit Kollegen, mit anderen Filmamateuren oder mit fremden Menschen.

Filme präsentieren, z.B. auf Wettbewerben mit Juroren und Zuschauern sprechen um konstruktive Kritik zu erhalten.

Erfahrungsaustausch unter Filmfreunden, Diskussionen im Kreis gleichgesinnter Hobbyfilmer. 

Hilfe und Support, wir helfen Hobbyfilmern, ob jung oder alt gerne weiter, denn wir sind 1972 eine Selbstverpflichtung eingegangen, das Hobby "Filmen" zu fördern.

Fragen ?


Klaus Dandl löst Jürgen Orthmann ab

In der Mitgliederjahresversammlung am 26. Januar 2016 sorgte die Wahl eines Nachfolgers für Jürgen Orthmann für eine gelungene Überraschung. Klaus Dandl hat sich dankenswerterweise bereit erklärt seine Funktion und Aufgaben zu übernehmen.

Wir danken Jürgen für seine langjährige, gewissenhafte Arbeit und wünschen Klaus alles Gute für seinen neuen Job.

 

 

 

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