Technikabend am 11. Juli 2017

Heinz Neun stellt einige EDIUS-Features vor:

 

            - Aus- und Einblenden mit Effekt über den Timelines platzieren;

 

            - Farbabgleich: Einstellungsmöglichkeiten ohne Edius-Effekte;

 

            - Schärfevoreinstellung auf alle Clips;

 

            - Audio-Überblendung nach Markieren der Timeline.

 

 

 

Erfahrungsaustausch ist für Hobbyfilmer elementar !

Wir tauschen uns über Film- und Video-Technik aus

Das Hobby Filmen ist ein komplexes, schwieriges Terrain und stellt hohe Ansprüche an den Amateur.  Lebenslanges Lernen ist für ihn sprichwörtlich. Wahrscheinlich der größte Vorteil eines Filmclubs ist der aktive Erfahrungsaustausch unter Mitgliedern.  Je mehr Knowhow, Wissen und Erfahrung ein Hobbyfilmer besitzt, desto mehr möchte er sich mitteilen. Diese permanenten Lern- prozesse sind ein fundamentaler Bestandteil unseres Clubs aus.

Das Thema Filmtechnik ist für viele Amateurfilmer ein schwieriges aber wichtiges Thema.  Mitglieder des Ottobrunner Filmclub treffen sich deshalb ein mal im Monat, um sich über technisch komplexe  Dinge und technische Neuheiten auszutauschen. Wissen und Können lassen sich zusätzlich  durch Mitarbeit an Filmprojekten erweitern und festigen. Mit Teamwork,  Filmbesprechungen und Seminaren kann sich jeder  Hobbyfilmer weiter bilden.

 

Club-Mitglieder treffen sich  ein mal im Monat  in unserer Filmwerkstatt (Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn, Raum 135)  zu einem Technikabend.  Hier stehen technische Gespräche und der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Aktuelle film- und videotechnische  Themen  werden vorgetragen und diskutiert, technische Probleme einzelner werden gelöst.

Videotechnik heute

Michael aus Bad Endorf hat sich zunächst von Claus aus Harlaching ein Kamera Rig ausgeliehen. Jetzt hat er ein eigenes und hat damit seine ersten praktischen Erfahrungen bei einem  Livestreaming unter Profis  in Rosenheim gemacht. Er berichtet, dass ihm  dieses Kamera Rig neue, ungeahnte Möglichkeiten beim Filmen eröffnet habe und er mit dieser flexiblen Aufnahmetechnik die hohen Anforderungen beim Livestreaming bestens erfüllen kann.

 

 

 

 


Workshop

Edius Cutter und solche die es werden wollen treffen sich regelmäßig in der Filmwerkstatt,  Wolf-Ferrari-Haus Raum 135.

Andreas Stoll 

Spezialthema "Bildstabilisierung"

"Bildstabilisierung".

Der Erfahrungsaustausch zum Thema Bildstabilisierung hatte den Charakter einer Börse, was soll man kaufen, wo sollte man investieren? Es wurden aber auch zahlreiche Tipps und Empfehlungen ausgetauscht, wie man die Bildstabilisierung auch ohne große Investitionen in den Griff bekommen kann. Was die modernen  Kameras mit ihren mechanischen oder optischen BS-Systemen  nicht schaffen bleibt eine Herausforderung für professionelle Schnittprogramm.

Filmbesprechungen verbessern Filme signifikant !

 Nach Bedarf treffen sich einige Club-Mitglieder in der Filmwerkstatt Raum UG135 oder an einem anderen Ort um einen  Film zu besprechen. Erfahrene Amateurfilmer beurteilen diesen Film und unterbreiten dem Autor konkrete Verbesserungsvorschläge. Ferner erhält er Empfehlungen und Ratschläge für seine weitere Arbeit. Vor allem neue Mitglieder profitieren von dieser Arbeit in kleinen Gruppen.

Rolf Rachor

 

Mit Drohnen filmen

Ein Amateurfilmer hat mit der Yuneec Q500 im Allgäu 3 Test-Videos aufgenommen, geschnitten und vertont. Die Filme wurden am vergangenen Filmabend im Club gezeigt. Das Ergebniss ist beeindruckend.  Circa 1000 Euro kostet eine Drohne mit einer Actioncam in einem Gimbal gelagert. Die Yuneec Q500 und die Phantom 3 sind die Renner, wobei erstere eine Steuerung mit einem Display besitzt. 

 Bild: YUNEEC Q500

Das Thema Drohnen nimmt in Amateurfilmerkreisen einen immer breiteren Raum ein. Damit werden in der Öffentlichkeit mehr und mehr ungelöste Fragen aufgeworfen, die man vor einer Kaufentscheidung  klären und abwägen sollte. Ein Quadrocopter bietet dem Filmer ungeahnte Einsatzmöglichkeiten und eine Bildstabilität, die bewegte Stativaufnahmen  weit übertrifft.

 

 

Gimbal statt Stativ ?

Claus Häusler führte im Rahmen der anschliessenden Diskussion die Funktionsweise eines Gimbals vor. Ein Gimbal ist eine Stabilisierungsplattform, die zwischen der Kamera und dem Fluggerät montiert wird. Herzstück eines Gimbals sind Gleichstrom Servomotoren, Lagesensoren und eine intelligente Steuerungs-software, die Eigenbewegung der Drohne durch Flugmanöver und unerwünschte Winde  gegensteuern und so die Kamera stabilisieren. (Eine Bildergallerie ist in OFC-intern)

 

 

EDIUS Workshop mit Ralph Reckmann

Die EDIUS Workshops mit Ralph Reckmann (links) erfreuen sich grosser Beliebtheit. Der langjährige EDIUS Cutter Heinz Neun hat diese Veranstaltung vor einigen Jahren ins Leben gerufen und organisiert sie seitdem. Er sammelt und koordiniert Fragen und Probleme, die bei einzelnen EDIUS Users im Lauf der Zeit auftreten und stellt eine Themenliste zusammen, die als Leitfaden für den Workshop dient.

Nach der Abarbeitung des Fragenkatalogs wurde noch über Neuerungen bei Mercalli 4 (Bildstabilisierung) und über das Bildentrauschungsprogramm Neat-Video4 gesprochen. Beide Tools gibt es als Plug-in. Eine Anleitung für NEAT gibt es unter
https://www.youtube.com/watch?v=KSLySEY_eLY oder bei
magic multi media GmbH
D-82031 Grünwald

Je nach Nachfrage, wird der Workshop 1 oder 2 mal jährlich durchgeführt.

Der Workshop findet in der Filmwerkstatt im UG 135 des Wolf-Ferrari-Hauses statt.

 

Objektivität versus Subjektivität

Trommelsternenmarsch

Im Team arbeiten hat viele Vorteile. Der wesentlichste ist wohl, dass den subjektive Ansichten des Amateurfilmers  objektive Ansichten anderer gegenüber gestellt werden. Eine Unterstützung durch Dritte ist ein Korrektiv für die i.d.R. überbetont subjektive (Fehl) Einschätzungung des Filmautors, der immer ein wenig in sein Filmmaterial verliebt ist. Von dieser Subjektivität kann er sich leider nicht selbst befreien. Wenn also ein neuer Film in Entstehung ist, sollte der Autor möglichst frühzeitig einen Rohschnitt  erstellen und diesen einer "Jury" seines Vertrauens vorlegen. 2-3 erfahrene Clubmitglieder finden sich immer.

Filme auf dem Prüfstand

 Hat der Film mein Interesse geweckt? Besitzt der Film eine "Story", Geschichte, Erzählung? Wer oder was ist der Protagonist in der Geschichte, wer sind seine Gegenspieler? Wie sieht es mit der Struktur des Filmes aus? Interesse erwecken, Orientierung geben, die "zentrale Frage" stellen. Die Probleme und Hindernisse darstellen und deren Überwindung in Szene setzen, führt dann zum dramaturgischen Höhepunkt des Spannungsbogen. Wie dies alles mit den Mitteln 'Montage', 'Schnitt', 'Ordnung' 'roter Faden' etc. erreicht werden kann ist das eigentliche Ziel des Workshops. Dabei sind Erfahrungsregeln wie z.B. das klassische Dramaturgieschema oder die 5 Players Regel (Bild, Geräusche, Musik, O-Ton und Text)  hilfreich. Wer die Kritik unter Freunden nicht scheut, dem kann in einem solchen Forum geholfen werden.

Filmbewertung

 

Rainer Drews, Filmclubleiter[1] und Juror hat einen Filmanalysebogen entwickelt, der die Qualitätsbeurteilung von Filmen objektiver und einfacher machen soll. Er fragt zunächst nach den übergeordneten Kriterien, der intellektuellen und emotionalen Wirkung eines Films. Eine gute Filmbeurteilung soll sich also zunächst nicht an den formalen Gestaltungskriterien orientieren, sondern am künstlerisch-emotionalen Gesamteindruck. Zitat: „ein Film ist kein Eiskunstlauf“. Danach folgen die bekannten Gestaltungskriterien eines Films, voran das Thema, die Geschichte und deren dramaturgische Umsetzung, gefolgt von den Gestaltungsmitteln Bild, Atmo, Musik, O-Ton und Text. Ein optimales Zusammenwirken dieser 5 Bauelemente ist vom Schnitt und der Montage abhängig[2]. Ein Film wirkt dann besonders stark, wenn sich diese Elemente so abwechseln, dass sie den Film atmen lassen und ihm einen Rhythmus verleihen[3].


[1] Rainer Drews, 66 Jahre
Lehrer (Mathematik, Physik, Medientechnik, Video) an der Leibnizschule (Gymnasium) in Wiesbaden
Filme seit 1980. Bis 2007 Klubleiter Wiesbadener Filmkreis. Seit 2004 stellv. Vors. BDFA-Hessen

[2] Fünf Player Regel

[3] Rainer Drews empfiehlt deshalb:

„Schauen Sie sich einige Ihrer Filme oder die anderer Autoren an und bewerten Sie sie nach der Tabelle. Sie werden die Qualitätsunterschiede bemerken. Für die künftige Arbeit an eigenen Filmen kann die Tabelle sehr wichtige Hinweise liefern. In diversen Seminaren und Besprechungen hat sich herausgestellt, dass der Dramaturgie eine Schlüsselrolle zukommt. Wenn ein Film gar nicht gut ankommt, hat er fast immer dramaturgische Mängel, die offenbar auch auf die anderen Gestaltungsmittel ausstrahlen. Das leuchtet ein, denn die dramaturgische Planung eines Films erfordert zwangsweise die Beschäftigung mit den anderen Mitteln.“

 

Von Profis lernen

Reisen und Filmen, wie soll das gehn? Michael Preis demonstriert in seinen Reisefilmseminaren, dass trotz den hinlänglich bekannten Einschränkungen, mit denen der Hobbyfilmer im Urlaub konfrontiert wird,  sehr wohl gute Filme produziert werden können. (2014)

Achim Dunker behandelt praxisnah alle Aspekte der Licht- und Schattengestaltung. Er ist Diplom-Fotoingenieur, Filmemacher und Hochschuldozent für Kamera und Filmlichtgestaltung. Das zwei-tägige Seminar fand beim MFVC in Germering statt.

Miteinander arbeiten - voneinander lernen

Das Feuerwehr Jubiläum in Ottobrunn

Filmprojekt Amandi Stiftung

Der Ottobrunner Filmclub hat 2014 die 100 jährige Jubiläumsfeier der Ottobrunner Feuerwehr dokumentiert und in Trailer, Kurz- und Langfilmen festgehalten. Das OFC Film Team bestand zeitweise aus bis zu 6 Kameramännern. Abstimmung der Einsätze, Kamerastandort, Aufnahmeachsen, Tonaufnahmen bis hin zum täglichen Weissabgleich waren für jeden einzelnen immer wieder eine erneute Herausforderung. Grösste Anfoderungen an die Cutter stellten die Synchronisation der Musikszenen und die Suche nach verwendbaren Audio Sequenzen. Der Film wird an Weihnachten übegeben und vorgeführt. siehe auch  "Filmprojekte".

Das Amandi Filmprojekt in Pasing

Filmprojekt Amandi Stiftung

Teamwork ist eine der  effizientesten Lernmethoden generell.  Einige Amateurfilmer des Ottobrunner Filmclubs nahmen 2013 die Gelegenheit wahr, zusammen mit dem Münchener Film- und Videoclub (MFVC) einen Trommelsternenmarsch für die Amandi Stiftung aufzunehmen. Geleitet wurde das Gemein-schaftsteam mit insgesamt 10 Kameraleuten von Catheria, einer professionellen Kamerafrau aus München (Bildmitte). Nach Abschluss des 3. Drehtages wurde das Videomaterial im Pasinger Biergarten bei einer zünftigen Brotzeit kopiert und übergeben. Weitere Beispiele stehen unter "Filmprojekte".

Handhabung von Schwebestativen

Klaus Bichlmeier, Fachmann in Sachen Schwebestative, erklärt am Technikabend das physikalische Prinzip von Schwebestativen und erläutert die Bedeutung der Formel G1xL1 = G2x L2. Er demonstriert die Wirkungsweise, der beinahe schwebenden Kamera und zeigt auf allgemein verständliche Art was man bei der Handhabung besonders beachten muss. Ein Video über Schwebestative veranschaulicht Handhabung, Wirkungsweise und Ergebnis. Es werden Gegenüberstellungen gezeigt, mit und ohne Schwebestativ aufgenommener Szenen. Die Verwendung eines Camcorders mit einer "Balanced Steady Shot" Funktion zusammen mit  einem Schwebestativ ergibt, wie man im Video sehen kann, selbst beim Treppen steigen eine ruhige, stete Bildfolge.

EDIUS Workshop mit Ralph Reckmann

Der Markt bietet eine Vielzahl von Schnitt Software an. Die Range reicht von einfach bis komplex. Mehrere OFC Mitglieder haben sich das Edius Programm zugelegt, das zu den anspruchsvollen Schnittprogrammen gehört. Es hat eine ausgezeichnete Performance und eine hohe Stabilität. Die Vielzahl von Einstellungs- und Bedienungsmöglich- keiten verlangen jedoch für Anfänger oder Umsteiger einigen Lernaufwand, was dazu geführt hat, dass sich die Edius User zu Workshop Meetings treffen und unter Anleitung eines externen Edius Fachmanns sich weiterbilden. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen dann die optimalen Einstellungen des Schnittprogramms, voran das Mapping der Arbeitsspuren für Video, Audio und Text. Einzelne Arbeitsschritte wie z.B. der J- und der L- Schnitt werden nachvollziehbar auf eine Leinwand projiziert und besprochen, Tipps und Tricks werden ausgetauscht. Für die Edius 7 User  gibt es dann zum Abschluss noch die Empfehlungen das Neat Video Pro als Plug in Programm zu erwerben um damit Rauschen unterbelichteter Videos oder alter Filme egalisieren zu können (war in der Version EDIUS Pro 6.5 noch integriert)

Der gute Ton

Klaus Häusler, ehem. Toningenieur bei Uher, erklärt seinen Filmkollegen was man alles beachten sollte, um zu einem wirklich guten Ton zu kommen und sagt "der Ton macht erst den Film".

Über Cutaways und Inserts

Technikabend am 26. Feb. 2013

Videoaufnahmen sind ein Spiegel der Wirklichkeit. Um die Handlung des Films, sprich: die Geschichte zu verstehen, bzw. ihr folgen zu können, genügen in aller Regel kurze Sequenzen der aufgenommen Szenen. Zunächst sollte alles, was nicht zum Verständnis der Geschichte erforderlich ist, aus einer Videoszene entfernt werden. Die Schnittstellen werden dann mit sog. Cutaway Shots oder Inserts verbunden, und damit sind wir beim Thema. Die Filmmontage mit Cutaways ist ein wichtiges Instrumente für Filmemacher. Cutaways werden in Szenen eingefügt um z. B. bei einer Kürzung einen fliessenden Übergang zu schaffen oder einfach um die Kontinuität einer längeren Szene zu unterbrechen. Die Schnittstellen werden dann mit sog. Cutaway Shots oder Inserts verbunden. Inserts sind Teile der Hauptszene (Master shot), die sich durch einen anderen Aufnahmewinkel, durch eine andere Grösse (vom close-up bis zur Detaillaufnahme) oder durch andere herausgestellte Elemente (z. B. head shot, knee shot) von der Hauptszene unterscheiden. Cutaway shots hingegen stammen nicht aus der Hauptszene, besitzen aber eine informative, erklärende Szenenrelevanz. Ein Cutaway Shot unterbricht die Hauptszene mit einer anderen Szene mit direkter oder mittelbarer Relevanz. Die Auswahl der Cutway shots kann aus rein handwerklichen Überlegungen erfolgen, wenn jedoch möglich sollten auch dramaturgische Gesichtspunkten berücksichtigt werden. Wer im Umgang mit Cutaways und Inserts bereits Erfahrungen sammeln konnte, wird bei den Filmaufnahmen darauf achten, viele Close ups einzufangen und Szenen aus verschiedenen Perspektiven doppelt und dreifach aufzunehmen, sodass er später am Schneidetisch genügend Material zur Auswahl seiner Cutaways und Inserts bekommt.

Werner Zanzinger

 

 

Filmen mit der Digicam

Seit die Digicams das laufen in Full HD gelernt haben, manche sogar das Schwimmen,  interessieren sich immer mehr eingefleischte Videoamateure für diese Möglichkeit der Filmaufnahme. Ein Pragmatiker prägte den Spruch: "Die beste Kamera ist diejenige, die man dabei hat." Und das ist, neben einigen anderen Vorteilen sicherlich der grösste. OFC Mitglieder haben bereits Praxiserfahrung gesammelt, sie schildern ihre Eindrücke.

Rolf Rachor

Super 8 lebt auch noch

Technikraum 135

1965 hat Kodak das Filmformat Super 8 eingeführt. Die in den 80iger Jahren beginnende digitale Videotechnik  machte das Filmen einfacher und  wesentlich preisgünstiger. Die älteren Hobbyfilmer verfügen heute  über mehr oder weniger große Bestände an Film- material. Viele dieser alten Aufnahmen besitzten heute einen zunehmend  historischen Wert und werden deshalb häufig digitalisiert. Die Qualität dieser alten Aufnahmen kann mit einem heutigen Schnittsprogramm einfach und effektiv verbessert werden.

 

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