Erfahrungsaustausch ist für Hobbyfilmer elementar !

Wir tauschen uns über Film- und Video-Technik aus

Club-Mitglieder treffen sich  ein mal im Monat  in unserer Filmwerkstatt (Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn, Raum 135)  zu einem Technikabend.  Hier stehen technische Gespräche und der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Aktuelle film- und videotechnische  Themen  werden vorgetragen und diskutiert, technische Probleme einzelner werden gelöst.

Moderne Videotechnik

Michael aus Bad Endorf ist unser Livestreaming Experte. Seine Doku über das Hallenfaustball-Tournier in Rosenheim zeigt was mit einer beweglichen Kamera möglich ist. Er berichtete uns, dass ihm sein Kamera Rig neue, ungeahnte Möglichkeiten beim Filmen eröffnet habe und er mit dieser flexiblen Aufnahmetechnik die hohen Anforderungen beim Livestreaming bestens erfüllen kann.

 

 

 

 


Weiterbildung in unserer Filmwerkstatt

Das Hobby Filmen ist ein komplexes, schwieriges Terrain und stellt hohe Ansprüche an den Amateur.  Lebenslanges Lernen ist für ihn sprichwörtlich. Wahrscheinlich der größte Vorteil eines Filmclubs ist der aktive Erfahrungsaustausch unter Mitgliedern.  Je mehr Knowhow, Wissen und Erfahrung ein Hobbyfilmer besitzt, desto mehr möchte er sich mitteilen. Diese permanenten Lern- prozesse sind ein fundamentaler Bestandteil unseres Clubs aus.

Das Thema Filmtechnik ist für viele Amateurfilmer ein schwieriges aber wichtiges Thema.  Mitglieder des Ottobrunner Filmclub treffen sich deshalb ein mal im Monat, um sich über technisch komplexe  Dinge und technische Neuheiten auszutauschen. Wissen und Können lassen sich zusätzlich  durch Mitarbeit an Filmprojekten erweitern und festigen. Mit Teamwork,  Filmbesprechungen und Seminaren kann sich jeder  Hobbyfilmer weiter bilden.

 

Bessere Filme dank Filmbesprechungen

Auf besonderen Wunsch eines Filmemachers trifft sich eine kleine Gruppe "erfahrener Amateurfilmer" zu einer Filmbesprechung in der Filmwerkstatt. Sie beurteilen dessen Film und geben ihm Verbesserungsvorschläge.  Diese Empfehlungen und Ratschläge führen in aller Regel schnell zu sichtbaren Erfolgen. Wichtig ist, dass  der Film sich erst in einer Rohfassung befindet.

Hier gehts zur Anmeldung einer Filmbesprechung

Bild: Andy, Michael, Waldemar

 

Edius Workshops

Für Edius Cutter und solche die es werden wollen moderiert Andreas mehrmals im Jahr "Edius Workshops". Wer mehr hierüber erfahren möchte fragt am besten den Clubleiter.

Andreas Stoll 

Der Markt bietet eine Vielzahl von Schnitt Software an. Die Range reicht von einfach bis komplex. Mehrere OFC Mitglieder haben sich das Edius Programm zugelegt, das zu den anspruchsvollen Schnittprogrammen gehört. Es hat eine ausgezeichnete Performance und eine hohe Stabilität. Die Vielzahl von Einstellungs- und Bedienungsmöglichkeiten verlangen jedoch für Anfänger und Umsteiger einigen Lernaufwand. dass sich die Edius User treffen sich deshalb regelmäßig zu Workshops, wo sie sich unter Anleitung von  Edius Spezialisten weiterbilden können.

Spezialthema "Bildstabilisierung"

"Bildstabilisierung".

Der Erfahrungsaustausch zum Thema Bildstabilisierung hatte den Charakter einer Börse, was soll man kaufen, wo sollte man investieren? Es wurden aber auch zahlreiche Tipps und Empfehlungen ausgetauscht, wie man die Bildstabilisierung auch ohne große Investitionen in den Griff bekommen kann. Was die modernen  Kameras mit ihren mechanischen oder optischen BS-Systemen  nicht schaffen bleibt eine Herausforderung für professionelle Schnittprogramm.

Spezialthema "Weißabgleich"

Warum der Weißabgleich nicht immer automatisch (Automatic White Balance) erfolgen sollte.

 

Physikalischer Hintergrung

 Andreas Schütt zeigte physikalische Eigenschaften des Lichts vor dem Hintergrund der fotografischen Aufnahme auf, z.B. die Brechung des Sonnenlichts in der Atmosphäre (Himmel erscheint blau).

Manueller Weißabgleich

 Für Videofilmer sind folgende Vorgehensweisen zu empfehlen:

Eine Styroporplatte kann als Weißstandard dienen. Darauf wird die Camera gehalten und der manuelle Weißabgleich durchgeführt. Bei uns im Technikraum wurde damit eine Farbtemperatur von etwa 4000 K gemessen und eingestellt. Dadurch wurde das anfänglich bläuliche Weiß der Wand zu einem reinen Weiß.

Multicamera-Aufnahme

 Sollen Szenen mit verschiedenen Cameras zu einem Film zusammengeschnitten werden, so sollte jede Camera am gleichen Platz hintereinander den Weißabgleich manuell eingestellt haben. Damit wird die Farbwiedergabe im Film einigermaßen einheitlich und muss nicht anschließend mühsam korrigiert werden.

 ND-Filter

 Bei hellen Lichtverhältnissen ist es ratsam, falls möglich, einen ND Filter einzusetzen. Damit wird die Lichtmenge durch das Objektiv reduziert, so dass das aufgenommene Bild schärfer werden kann.

Zur Steuerung der Schärfentiefe ist die Verwendung eines ND-Filters bei hellem Licht unumgänglich.

 

TVix hat die DVD abgelöst

Mit Drohnen filmen

Ein Amateurfilmer hat mit der Yuneec Q500 im Allgäu 3 Test-Videos aufgenommen, geschnitten und vertont. Die Filme wurden am vergangenen Filmabend im Club gezeigt. Das Ergebniss ist beeindruckend.  Circa 1000 Euro kostet eine Drohne mit einer Actioncam in einem Gimbal gelagert. Die Yuneec Q500 und die Phantom 3 sind die Renner, wobei erstere eine Steuerung mit einem Display besitzt. 

 Bild: YUNEEC Q500

Das Thema Drohnen nimmt in Amateurfilmerkreisen einen immer breiteren Raum ein. Damit werden in der Öffentlichkeit mehr und mehr ungelöste Fragen aufgeworfen, die man vor einer Kaufentscheidung  klären und abwägen sollte. Ein Quadrocopter bietet dem Filmer ungeahnte Einsatzmöglichkeiten und eine Bildstabilität, die bewegte Stativaufnahmen  weit übertrifft.

 

 

Gimbal statt Stativ ?

Claus Becker führte im Rahmen der anschliessenden Diskussion die Funktionsweise eines Gimbals vor. Ein Gimbal ist eine Stabilisierungsplattform, die zwischen der Kamera und dem Fluggerät montiert wird. Herzstück eines Gimbals sind Gleichstrom Servomotoren, Lagesensoren und eine intelligente Steuerungs-software, die Eigenbewegung der Drohne durch Flugmanöver und unerwünschte Winde  gegensteuern und so die Kamera stabilisieren. (Eine Bildergallerie ist in OFC-intern)

 

 

EDIUS Workshop mit Ralph Reckmann

Die EDIUS Workshops mit Ralph Reckmann (links) erfreuen sich grosser Beliebtheit. Der langjährige EDIUS Cutter Heinz Neun hat diese Veranstaltung vor einigen Jahren ins Leben gerufen und organisiert sie seitdem. Er sammelt und koordiniert Fragen und Probleme, die bei einzelnen EDIUS Users im Lauf der Zeit auftreten und stellt eine Themenliste zusammen, die als Leitfaden für den Workshop dient.

Nach der Abarbeitung des Fragenkatalogs wurde noch über Neuerungen bei Mercalli 4 (Bildstabilisierung) und über das Bildentrauschungsprogramm Neat-Video4 gesprochen. Beide Tools gibt es als Plug-in. Eine Anleitung für NEAT gibt es unter
https://www.youtube.com/watch?v=KSLySEY_eLY oder bei
magic multi media GmbH
D-82031 Grünwald

Je nach Nachfrage, wird der Workshop 1 oder 2 mal jährlich durchgeführt.

Objektivität versus Subjektivität

Trommelsternenmarsch

Im Team arbeiten hat viele Vorteile. Der wesentlichste ist wohl, dass den subjektiven Ansichten des Filmautors objektive Ansichten anderer gegenüber gestellt werden. Eine Unterstützung durch Dritte kann ein Korrektiv in Bezug auf subjektive Fehleinschätzungungen des Filmemachers sein, der im Lauf der Filmbearbeitung mehr und mehr an Objektivität verliert. Von diesem Effekt kann er sich leider nicht selbst befreien. Der kluge Hobbyfilmer stellt  deshalb bereits seinen Rohschnitt  zur Diskusion. 2-3 erfahrene Clubmitglieder finden sich immer.

Filme auf dem Prüfstand

 Hat der Film mein Interesse geweckt? Besitzt der Film eine "Story", Geschichte, Erzählung? Weroder was ist der Protagonist in der Geschichte, wer sind seine Gegenspieler? Wie sieht es mit der Struktur des Filmes aus? Interesse erwecken, Orientierung geben, die "zentrale Frage" stellen. Die Probleme und Hindernisse darstellen und deren Überwindung in Szene setzen, führt dann zum dramaturgischen Höhepunkt des Spannungsbogen. Wie dies alles mit den Mitteln 'Montage', 'Schnitt', 'Ordnung' 'roter Faden' etc. erreicht werden kann ist das eigentliche Ziel des Workshops. Dabei sind Erfahrungsregeln wie z.B. das klassische Dramaturgieschema oder die 5 Players Regel (Bild, Geräusche, Musik, O-Ton und Text)  hilfreich. Wer die Kritik unter Freunden nicht scheut, dem kann in einem solchen Forum geholfen werden.

Im Team filmen - voneinander lernen

Filmprojekt Amandi Stiftung

Der Ottobrunner Filmclub hat die 100 jährige Jubiläumsfeier der Ottobrunner Feuerwehr dokumentiert und Trailer, Kurz- und Langfilme geliefert.  Das OFC Film Team bestand zeitweise aus bis zu 6 Kameramännern. Abstimmung der Einsätze, Kamerastandort, Aufnahmeachsen, Tonaufnahmen bis hin zum täglichen Weissabgleich waren für jeden einzelnen immer wieder eine neue Herausforderung. Grösste Anfoderungen an die Cutter stellten die Synchronisation der Musikszenen, siehe auch  "Filmprojekte".

Das Amandi Filmprojekt in Pasing

Filmprojekt Amandi Stiftung

Teamwork ist eine der  effizientesten Lernmethoden generell.  Einige Amateurfilmer des Ottobrunner Filmclubs nahmen 2013 die Gelegenheit wahr, zusammen mit dem Münchener Film- und Videoclub (MFVC) einen Trommelsternenmarsch für die Amandi Stiftung aufzunehmen. Geleitet wurde das Gemein-schaftsteam mit insgesamt 10 Kameraleuten von Catheria, einer professionellen Kamerafrau aus München (Bildmitte). Nach Abschluss des 3. Drehtages wurde das Videomaterial im Pasinger Biergarten bei einer zünftigen Brotzeit kopiert und übergeben.

Handhabung von Schwebestativen

Klaus Bichlmeier, Fachmann in Sachen Schwebestative, erklärt am Technikabend das physikalische Prinzip von Schwebestativen und erläutert die Bedeutung der Formel G1xL1 = G2x L2. Er demonstriert die Wirkungsweise, der beinahe schwebenden Kamera und zeigt auf allgemein verständliche Art was man bei der Handhabung besonders beachten muss. Ein Video über Schwebestative veranschaulicht Handhabung, Wirkungsweise und Ergebnis. Es werden Gegenüberstellungen gezeigt, mit und ohne Schwebestativ aufgenommener Szenen. Die Verwendung eines Camcorders mit einer "Balanced Steady Shot" Funktion zusammen mit  einem Schwebestativ ergibt, wie man im Video sehen kann, selbst beim Treppen steigen eine ruhige, stete Bildfolge.

Über Cutaways und Inserts

Technikabend am 26. Feb. 2013

Videoaufnahmen sind ein Spiegel der Wirklichkeit. Um die Handlung des Films, sprich: die Geschichte zu verstehen, bzw. ihr folgen zu können, genügen in aller Regel kurze Sequenzen der aufgenommen Szenen. Zunächst sollte alles, was nicht zum Verständnis der Geschichte erforderlich ist, aus einer Videoszene entfernt werden. Die Schnittstellen werden dann mit sog. Cutaway Shots oder Inserts verbunden, und damit sind wir beim Thema. Die Filmmontage mit Cutaways ist ein wichtiges Instrumente für Filmemacher. Cutaways werden in Szenen eingefügt um z. B. bei einer Kürzung einen fliessenden Übergang zu schaffen oder einfach um die Kontinuität einer längeren Szene zu unterbrechen. Die Schnittstellen werden dann mit sog. Cutaway Shots oder Inserts verbunden. Inserts sind Teile der Hauptszene (Master shot), die sich durch einen anderen Aufnahmewinkel, durch eine andere Grösse (vom close-up bis zur Detaillaufnahme) oder durch andere herausgestellte Elemente (z. B. head shot, knee shot) von der Hauptszene unterscheiden. Cutaway shots hingegen stammen nicht aus der Hauptszene, besitzen aber eine informative, erklärende Szenenrelevanz. Ein Cutaway Shot unterbricht die Hauptszene mit einer anderen Szene mit direkter oder mittelbarer Relevanz. Die Auswahl der Cutway shots kann aus rein handwerklichen Überlegungen erfolgen, wenn jedoch möglich sollten auch dramaturgische Gesichtspunkten berücksichtigt werden. Wer im Umgang mit Cutaways und Inserts bereits Erfahrungen sammeln konnte, wird bei den Filmaufnahmen darauf achten, viele Close ups einzufangen und Szenen aus verschiedenen Perspektiven doppelt und dreifach aufzunehmen, sodass er später am Schneidetisch genügend Material zur Auswahl seiner Cutaways und Inserts bekommt.

Werner Zanzinger

 

Filmen mit der Digicam

Seit die Digicams das laufen in Full HD gelernt haben, manche sogar das Schwimmen,  interessieren sich immer mehr eingefleischte Videoamateure für diese Möglichkeit der Filmaufnahme. Ein Pragmatiker prägte den Spruch: "Die beste Kamera ist diejenige, die man dabei hat." Und das ist, neben einigen anderen Vorteilen sicherlich der grösste. OFC Mitglieder haben bereits Praxiserfahrung gesammelt, sie schildern ihre Eindrücke.

Rolf Rachor

Der gute Ton macht den Film

Klaus Häusler, ehem. Toningenieur bei Uher, erklärt seinen Filmkollegen was man alles beachten sollte, um zu einem wirklich guten Ton zu kommen und sagt "der Ton macht erst den Film".


Super 8 lebt immer noch

Technikraum 135

1965 hat Kodak das Filmformat Super 8 eingeführt. Die in den 80iger Jahren beginnende digitale Videotechnik  machte das Filmen einfacher und  wesentlich preisgünstiger. Die älteren Hobbyfilmer verfügen heute  über mehr oder weniger große Bestände an Film- material. Viele dieser alten Aufnahmen besitzten heute einen zunehmend  historischen Wert und werden deshalb häufig digitalisiert. Die Qualität dieser alten Aufnahmen kann mit einem heutigen Schnittsprogramm einfach und effektiv verbessert werden.

 

Wie gut sind unsere Filme?

 

Rainer Drews, Filmclubleiter[1] und Juror hat einen Filmanalysebogen entwickelt, der die Qualitätsbeurteilung von Filmen objektiver und einfacher machen soll. Er fragt zunächst nach den übergeordneten Kriterien, der intellektuellen und emotionalen Wirkung eines Films. Eine gute Filmbeurteilung soll sich also zunächst nicht an den formalen Gestaltungskriterien orientieren, sondern am künstlerisch-emotionalen Gesamteindruck. Zitat: „ein Film ist kein Eiskunstlauf“. Danach folgen die bekannten Gestaltungskriterien eines Films, voran das Thema, die Geschichte und deren dramaturgische Umsetzung, gefolgt von den Gestaltungsmitteln Bild, Atmo, Musik, O-Ton und Text. Ein optimales Zusammenwirken dieser 5 Bauelemente ist vom Schnitt und der Montage abhängig[2]. Ein Film wirkt dann besonders stark, wenn sich diese Elemente so abwechseln, dass sie den Film atmen lassen und ihm einen Rhythmus verleihen[3].


[1] Rainer Drews, 66 Jahre
Seit 1980 Lehrer für Mathematik, Physik, Medientechnik und Video am Leibniz Gymnasium Wiesbaden. Bis 2007 Filmclubleiter "Wiesbadener Filmkreis". Seit 2004 stellv. Vors. BDFA-Hessen

[2] Fünf Player Regel

[3] Rainer Drews empfiehlt:

„Schauen Sie sich einige Ihrer Filme oder die anderer Autoren an und bewerten Sie sie nach der Tabelle. Sie werden die Qualitätsunterschiede bemerken. Für die künftige Arbeit an eigenen Filmen kann die Tabelle sehr wichtige Hinweise liefern. In diversen Seminaren und Besprechungen hat sich herausgestellt, dass der Dramaturgie eine Schlüsselrolle zukommt. Wenn ein Film gar nicht gut ankommt, hat er fast immer dramaturgische Mängel, die offenbar auch auf die anderen Gestaltungsmittel ausstrahlen. Das leuchtet ein, denn die dramaturgische Planung eines Films erfordert zwangsweise die Beschäftigung mit den anderen Mitteln.“

 

Blog

Do

25

Apr

2019

Best of OFC

mehr lesen 0 Kommentare

        BLOG ENDE